*April: there ain’t no cowboy in my hair
Der Mai ging schon mit Wumms los, daher etwas verspätet: das war der April. Gesagt “Du kannst zum Friseur gehen, aber wehe, Du siehst danach aus wie Brad Pitt!” “Ich könnte jetzt einen Text schreiben. Statt dessen kicke ich Kronkorken unters Sofa.” “Ich habe keine Ahnung von Autos, kann aber sehr gerne darüber schreiben.” Was [...]
Heute
Wir sitzen auf der obersten der drei Stufen rund um den Mariannenplatz und trinken Bier. Es ist Astra, weil ich keine Antwort wusste auf die Frage, was ich trinken wolle, und Astra das einzige Bier war, das ich von draußen im Getränkekühlschrank des Spätis hatte erkennen können. Er mag kein Astra und trinkt trotzdem welches. [...]
Programmhinweis: Lesung am 15.04. in Berlin
Am kommenden Montag lesen in Berlin: Das wilde Dutzend eine neue Interpretation Grimm’scher Märchen, Christine Neder von einem Festivalmarathon, Martin-Alfred Larisch bringt Kurzgeschichten mit und ich werde ebenfalls da sein, Kung Fu-Tricks zeigen, mich am Tresen festhalten, mit dem Kühlschrank reden und allem Anschein nach sogar lesen. Vielleicht schafft der Frühling es bis dahin um die Ecke, [...]
Frühling irrt sich nicht
Das Jetzt ist immer da. Langsam genug, den Fluss der Zeit dauerhaft umzuleiten, und doch so kurz, so schnell, dass man es am besten im Rückspiegel erkennen kann. Doch der Frühling lässt sich Zeit. Selbst wenn wir die Augen zusammenkneifen, ein bisschen abwarten und dann zusehen, wie alles klein wird, verschwimmt und im Blau verschwindet, [...]
Von diesen Tagen
Es sind diese Tage nach diesen Nächten. Diese Tage, an denen zum ersten Mal nach Monaten die Sonne scheint, der Himmel blau ist, die Wolken von Ferne winken und von dannen ziehen. Diese Tage, an denen alles da ist, auch die Gewissheit, dass das, was für den Augenblick nicht greifbar ist, dennoch nie ganz weg [...]
Februar: sie nannten sie “Die Frau mit der Eisensäge”
Gesagt “Vermissen ist eine Frage der Möglichkeit: Es ist leichter, das Unmögliche nicht zu vermissen, als das unter anderen Umständen vielleicht doch Mögliche.” “Die Zeiten sind wild und awesome.” “Wahrscheinlich bin ich wahnsinnig.” Geschrieben “Wir müssen reden.” “Wir müssen uns sehen.” BITTE FÜTTERN. “Ich schreibe jetzt über Brüste.” Gehabt
Hauptbahnhof. Hauptplatz. Hauptdarsteller. Hauptwort. Hauptsache: Leben.
Ich sitze auf einem Sofa, den Laptop auf dem Schoß, die Füße in dicken, bunt gemusterten Wollsocken. Meine Beine liegen auf dem Couchtisch. Im Zimmer ist es 14,3 Grad warm. Vierzehnkommadrei Grad. Kalt. Im Ofen liegen die letzten beiden Briketts. Wenn sie verglüht sind, wird es noch kälter sein. Ich habe keine Kohle mehr. Where [...]
Das Spiegelbild aushalten
I’ve been out walking. I don’t do too much talking these days. Es war still in den letzten Tagen. Ich habe eine Computertastatur repariert, Teig für Gnocchi geknetet und zu Rollen geformt. Kaum Zeit zuhause verbracht. Weißwein getrunken, lange in Bars gesessen, Texte für Musik geschrieben. Katzen gestreichelt, Krokodile gesehen, Schneeflocken fallen lassen und nicht [...]
-
Montag Morgen, der Weg zur U-Bahn. Niemand ist auf den Straßen, es ist eigentümlich leise. Alle Bahnen: menschenleer, bis auf ein paar Touristen mit Rollkoffern, wahrscheinlich haben sie ihren Flieger verpasst, warum sonst sollten sie noch hier sein. Es ist doch niemand mehr hier, alle haben die Stadt verlassen, sind unterwegs zu ihren Familien, wie [...]





Übungsteilnehmer kommentierten