Was man für 12,99 Euro kaufen kann:
13 Kugeln Eis
Ghostbusters auf Blu-ray
1 Flasche Chardonnay
20 Paar Socken oder
Shades of Grey von E L James.
Ich habe Letzteres getan. Zwischen zwei Zügen, in einer Bahnhofsbuchhandlung in einer großen norddeutschen Stadt. Warum ich es gekauft habe? Nennen Sie es Neugier, nennen Sie es Langeweile, oder nennen Sie es Reichtum. Warum jedoch Sie es
auf gar keinen Fall kaufen
sollten? – lesen Sie hier. Dies ist der Versuch einer Rezension in 7 Gründen, die gegen einen Kauf sprechen.
Grund 1: die Unberührbaren
Der Umschlag
Düsteres Orchideenfoto in schlechter Ausleuchtung, das ist vermutlich Absicht, die Konturen der Orchidee sind ja auch ins Cover geprägt. Die Prägung erinnert bei der Blinduntersuchung eher an eine Zunge als an eine Orchidee, ich vermute starke Defizite im Empfindungsvermögen meiner Fingerspitzen und taste weiter. Die Beschichtung der Vorderseite ruft beim Anfassen eine Assoziation mit abgewetztem Samt, Gummi und Tupperschüssel hervor. Ach, und dann ist da überall noch der Staub, der sich schon vor Verlassen der Buchhandlung darauf festgesetzt hat. Das Buch sieht schon sehr benutzt aus, ehe es überhaupt zuhause ankommt.
Grund 2: “Was möchtest du? Sag es mir!”
Der Inhalt
SIE, 21, Jungfrau, ungeküsst, mit einem Gewissen so rein wie #ffffff, trifft IHN, 27, erfolgreich, gutaussehend, reich, unberührbar, dominant. Er will Sex mt ihr, keinen “Blümchensex”, hier geht es um Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism - BDSM. Oha, oha, Sie ahnen es: es wird gefährlich, böse, verrucht. Denn, Sie ahnten es nicht: Sie, unsicher, unerfahren, lässt sich auf ihn ein, sie findet in ihm ihren Meister und Lehrer, sie vögeln auf verschiedenste Weise (aber immer ohne Blümchen, außer bei ihrer Entjungferung), sie will natürlich eine Beziehung (sie ist ja auch eine Frau) und verliebt sich.
Dann ist es nach 600 Seiten endlich vorbei.
Dritter Grund: “Ich bin kein Mann für Herzchen und Blümchen.”
- Die Figuren
Da ist zunächst ER, der erfolgreiche Unternehmer Alexander Grey - atemberaubend attraktiv, der starke, große Mann, der nicht über seine Familie reden will, natürlich ist er auch kultiviert (obwohl er so schlimme Dinge tut wie fesseln und so!), hört Klassik (falls Sie nachhören möchten: da wäre beispielsweise Debiles’ Blumenduett) und besitzt einen Pilotenschein. Lebenseinstellung: “Ich kann dich nicht glücklich machen.”
Die mittlerweile 3 Bände umfassende Reihe trägt den Titel “Shades of Grey”, der auch in der deutschen Übersetzung beibehalten wurde, ist ja auch, Sie verstehen, ein Wortwitz, ha! — Allerdings ist bei der Flachheit des Charakters Alexander nicht anzunehmen, dass es diese Person in mehreren Formen, Nuancen und Schattierungen gibt, dafür ist er ein bisschen zu flach geraten.
Der Gegenpart dazu ist, nicht weniger flach, aber weiblich und, wie mehrfach betont, mit Brüsten ausgestattet (oh! sie hat Brüste gesagt!) – sie, Anastasia, genannt Ana, von ihm genannt Anastasia oder Miss Steele, ihres Zeichens naives Dummchen, die ihre s.g. “dunkle” Seite entdeckt, hin- und hergerissen ist zwischen Abscheu und Faszination, sich selbst als “zu dünn” beschreibt und über ihre “zu großen Augen” jammert, nicht nachvollziehen kann, dass er TROTZDEM auf sie steht und sie sogar schön findet. Ja, das ist sehr seltsam.
Doch sie kommt nicht allein, da wäre schließlich noch ihre “innere Göttin”, von der sie andauernd palavert und die wohl irgendwie einen selbstbewussten Teil von ihr darstellen soll, und die mir darüber hinaus tierisch auf den Sack geht (vermutlich auch, weil ich dabei ständig an Erwecke die Göttin in dir und Rasierklingen denken muss, zu diesem Thema später mehr). Und dann wäre da noch ihr Geschwafel von ihrem Unterbewusstsein, das ständig kreischt oder hinter einem Sofa hervorlinst.
Diese unsere beiden Protagonisten liegen also nach dem Sex im Bett und nein, sie berühren einander nicht, viel besser:
“Wir sehen einander bewundernd an.”
Mehr ist zur Komplexität der Charaktere im Prinzip auch nicht zu sagen.
Vierter Grund: Komm, wir schlachten die Klischeesau!
- Stereotype
Darauf, dass das alles heteronormative Kackscheiße ist, gehen wir an dieser Stelle gar nicht erst ein, sonst muss ich Sie bitten, diesen Raum Artikel zum Schutz Ihrer körperlichen Unversehrtheit unverzüglich zu verlassen, bevor ich ausraste.
Natürlich, selbstverständlich, man sollte immer differenzieren zwischen den Figuren in einem Buch und dessen Autor. ABER, und glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche: jede Figur sagt dennoch auch immer etwas über ihren Schöpfer aus.
Was also geht in einer Autorin vor, die ihre Hauptfigur aussprechen lässt, ein Mann, der in der Öffentlichkeit ohne eine Frau auftrete, könne nur schwul sein oder habe einfach kein Sexualleben oder beides? Die ihre Hauptfigur klingen lässt wie eine Kreuzung aus Bunte, Die neue Post und Sailor Moon auf Speed? In welchem Jahrhundert lebt das Denken einer solchen Autorin, und ist es womöglich gar bei einer Rückführung im Mittelalter hängengeblieben?
Besonders klischeehaft ist, natürlich, vor allem das Verhältnis zwischen Anastasia und Christian, zwischen ihr und IHM. Ja,
IHM,
und Capslock ist gar nicht groß genug, um das permanent ohnmachtnahe Anhimmelungsverhalten auszudrücken, das sie diesem emotionslosen Mann mit den kühlen grauen Augen gegenüber an den Tag legt. Der Begriff Vergötterung ist ein Witz dagegen.
Natürlich darf aus der Klischeeschublade auch der Standard Ganzkörperrasur, mit freundlicher Unterstützung Ihrer Frauenzeitschriften und der Rasiererindustrie, nicht fehlen, man muss dem Mann ja auch gefallen! Vor einem der ersten Treffen mit Grey rasiert und peelt sich Anastasia also am ganzen Körper. Weil:
“Kate versicherte mir dabei, dass Männer das heutzutage erwarten. Was wird er sonst noch erwarten?”
Zu den Erwartungen der Männer und dem Stellenwert derselben in diesem Buch lesen Sie nachfolgend noch ein wenig mehr. Doch, natürlich, ebenso wichtig wie SEINE Erwartungen sind vielerlei Variationen von Eifersüchteleien, Stalking, Gewissensbisse, Hin- und Hergerissenheit, Verfallensein und — Romantik – oder, um es mit ihr zu sagen:
“Er ist kein schwarzer Ritter, sondern ein weißer in glänzender Rüstung – ein klassischer romantischer Held.”
Sie, die “Heldin”, ist das Werkzeug, das Spielzeug dieses Mannes, und sie verpflichtet sich dazu auch noch vertraglich. Und sie redet es sich schön. Jaja, tolltoll, er begehrt sie und so hat schließlich doch auch sie Gewalt über ihn, mit diesem Körper, der zu ihrem Instrument der Macht wird, aber welches Jahrzehnt war es nochmal, in dem Frauen beschlossen, nicht länger mit ihren Körpern, sondern mit ihrem Geist betören zu wollen, mehr zu sein als Sex auf zwei Beinen?
Ach, sei’s drum. Viel wichtiger ist doch die Frage:
“Er hat mich nicht angemacht. Ich verstehe das nicht. Begehrt er mich? Bin ich ihm zuwider?”
Natürlich, am Ende verliebt sich die Frau, nein, das Kind, das sie ja praktisch noch ist, und heult, als das nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Sie wollte doch alles tun, um ihm zu gefallen!
“Bringt ihn meine Gegenwart denn gar nicht aus der Fassung? … Ich will, dass er verdammt nochmal entzückt von mir ist.”
Fünfter Grund: Ich spüre dieses seltsame Knistern zwischen uns
- Die Ich-Erzählerin
Anastasia, ihres Zeichens Literaturstudentin und die nervigste Person, die es jemals in die Hauptrolle eines Buchs geschafft hat. Ein Best Of ihrer schönsten Gedanken:
“Zum Glück hat Kate mir ihren spritzigen Mercedes CLK geliehen. Ob ich es mit Wanda, meinem alten VW-Käfer, pünktlich schaffen würde, ist fraglich. Doch mit dem Mercedes macht die Sache Spaß und ich trete das Gaspedal durch.” (Diese Stelle findet sich auf Seite 8, und bereits an dieser Stelle möchte ich sie anschreien und das Buch an die Wand werfen oder beides.)
“Ich bemühe mich zu ignorieren, wie angenehm das Handtuch sich auf meiner überempfindsamen Haut anfühlt.”
“Ich kann mich glücklich schätzen. | Ich sehe ihn überrascht an. | Ich denke an mein Lernpensum. | Hastig ziehe ich mich in die Küche zurück. | Ich hole die Zutaten für ein Sandwich aus dem Kühlschrank, so dass sie mein Gesicht nicht sehen kann.”
Und, meine persönlichen Favoriten:
“Ich heiße den Schmerz willkommen, weil er mich von dem Schmerz meines gebrochenen Herzens ablenkt.”
“Verzweifelt ringe ich darum, nicht von meinen Gefühlen übermannt zu werden.”
Hä?
Wer bitte denkt so? Und: gehts’s noch?
Diese Ich-Erzählerin klingt wie eine Mischung aus ihrer Mutter, ihrer eigenen Psychotherapeutin und einer enervierenden Sechsjährigen, altklug und naiv, ahnungslos und unerwachsen, deren Gedankenwelt sich anfühlt wie eine Celine Dion-CD und deren Lebenshaltung auf einem rosa Pony mit einem rosa Lutscher im Mund stattfindet, das auf einem Karussell in Disneyland seit 50 Jahren im Kreis fährt. Mit dieser märchenhaft verklärten Weltsicht gezwungenermaßen 600 Seiten lang malträtiert zu werden, ist schlichtweg unerträglich.
Ich habe mir noch nie so sehr gewünscht, wie in einem Egoshooter mal eben aus der Egoperspektive in eine andere Ansicht wechseln zu können, wie bei diesem Buch. Vermutlich böten mir die Gedankengänge eines Kerzenleuchters mehr Identifikationspotential als das Geschwurbel dieser Pseudoheldin.
“Das Blut pocht in meinen Adern. Leider endet die Liebkosung viel zu schnell.”
Die Konstruktion dieser Erzählperspektive ist, vom Inhaltlichen abgesehen, auch handwerklich eine Katastrope. Die Ich-Erzählerin hat häufig eine Außensicht auf die Dinge, die konzeptionell völlig unstimmig, sinnlos und unschön ist, die nicht nur irritierend, sondern auch dahingehend unpassend ist, als sie die sonst so plakative Naivität plötzlich konterkariert. Darüber hinaus ist das Buch schon rein sprachlich die reine Quälerei. Und zuletzt wäre da noch dies:
“Dann beugt er sich vor und drückt mir einen kurzen, keuschen Kuss auf den Mund, der mir die Sinne raubt.”
Ich habe noch nie einen keuschen, sinnraubenden Kuss bekommen. Und muss einsehen:
In meinem Liebesleben läuft seit Jahren einiges falsch.
Sechstes Problem: Ich zerberste in tausend Teile!
- Reden wir über Sex
Sie wollen erfolgreich die Bücherregale in deutschen Haushalten erobern? Schreiben Sie “erotische Texte” und schaffen Sie es in nur zwei Schritten zum Bestseller! – Wir zeigen Ihnen, wie:
- Alles ist “köstlich” und “süß”, egal ob Langsamkeit, Körperflüssigkeiten, Gerüche, Folter mit Eiswürfeln, Schmerzen oder Orgasmen. Ständig stößt irgendjemand “Lustschreie” aus, “Hormone schlagen Purzelbäume”, Leute “winden sich vor Verlangen”, Blicke “glühen”, “wohlgeformte” Münder und Körper machen Dinge, der männliche Hauptcharakter hat quasi 600 Seiten lang eine “beachtliche Erektion”, Zungen “erforschen”, Körperteile “tanzen”, irgendwelches Blut “wallt” in der Gegend herum, in Unterleiben “brennt” es und “braut sich Begierde zusammen”, “lustvolle Schauer” und “Flammen durchzucken” Körper, Leute haben nichts Besseres zu tun, als beim Sex über “chaotische Empfindungen” nachzudenken, rufen “O Gott”, und dann wird “geglitten” und “ausgefüllt”, bis nichts mehr geht, und dann kommt
- die “Erlösung”, wobei unsere “Heldin” jedes Mal in kleine bis tausend Teile “zerbirst” und er “O Ana!” schreit.
Und schon haben Sie 600 Seiten geschafft.
Oder geben Sie einfach Hera Lind die Aufgabe, einen brachial erotischen Roman zu schreiben, und lassen Sie sie vorher 9 1/2 Wochen und Eyes Wide Shut sehen. Oder stellen Sie sich vor, Rosamunde Pilcher würde zusammen mit Brigitte und Bravo das Drehbuch für einen Porno schreiben unter dem Arbeitstitel Fantasie-Exzesse von Frauen für Frauen.
Und heraus kommt eine Form von “huch, er hat Penis gesagt! Hihihihi!”-Kicher-”Erotik”, die mir große Schmerzen bereitet (und da wir schon beim Thema Schmerz sind: es ist kein schöner Schmerz). Dass hier exzessiv von “Brustwarzen” gesprochen wird, (ein so schlimmes Wort für etwas so Schönes!,) sollte Ihnen übrigens zusätzlich zu denken geben. Dann wissen Sie im Prinzip schon alles, was Sie wissen müssen.
“Das macht mich total an.”
Mich nicht.
Siebter Grund: Du.Bist.Der.Wahnsinn.
Lieblingskonversationen
Er: “Ich ficke hart. … Komm, ich zeige Dir mein Spielzimmer.”
Sie: “Hast Du eine Xbox?”
Sie: “Du hast für Sex bezahlt? Ich bin schockiert!”
-
Fazit
Dieses Buch hat die Erotik eines Marktschreiers auf dem Fischmarkt, den Sexappel eines Elefanten im Sexshop, das intellektuelle Niveau eines abgebrannten Streichholzes und das Weltbild einer steinzeitlichen Schnecke.
Ich habe mich beim Lesen wirklich fremdgeschämt für das Ausmaß an Intelligenzfreiheit, die unfassbare Menge obsoleten Gedankenguts, die klischeehafte Rollenverteilung und das absurd mäuschenhafte Denken der Hauptfigur. Darüber hinaus ist es wirklich enervierend, dass die Hauptprotagonisten ständig teure Markenprodukte benutzen, von real existierenden Marken natürlich, die auch jedes Mal beim Markennamen genannt werden. Natürlich.
Und: Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so sehr frei von wirklicher, oder gar subtiler Erotik war (vielleicht abgesehen von einem Bildband über Eisenbahnen), anscheinend soll es ja irgendwie erotisch sein, wie man zumindest vorher hörte. Gut, oder die Autorin hat einfach ein völlig anderes Verständnis von Erotik als ich, nur leider ist diese Holzhammer-Brachialmethode à la Youporn meines Erachtens
nichts, was man unschuldigem, unbedrucktem Papier antun sollte.
Ich wünschte, E L James würde zukünftig nur noch Bücher über Architektur, Betonmischer, Teilchenphysik oder lange Unterhosen schreiben, Hauptsache, nichts mehr von dem, was sie “Erotik” nennt.
Und noch etwas: es gibt tatsächlich Literatur, die nicht nur intellektuell interessant, sondern darüber hinaus auch erotisch ist. Oh ja, die gibt es. Wirklich. Sie sollten nur nicht in Bestsellerlisten danach suchen. Aber dass die Spiegel-Bestsellerliste nicht gerade die Quelle für wundervolle Literatur ist, wissen Sie ja selbst, gell? Und wenn Sie ein wirklich wundervolles Buch suchen, lesen Sie doch einfach Siri Hustvedts “Sommer ohne Männer”, das ich parallel zu diesem Alptraum hier las und das mich vor dem verzweifelten Sprung von einer Klippe gerettet hat.
Also, tun Sie sich diesen Gefallen und kaufen Sie dieses Buch nicht.
Tun Sie das Ihrem Bücherregal nicht an.
Ich rate Ihnen vielmehr: nehmen Sie die 12,99 Euro, runden Sie auf 13 Euro auf, laden Sie 12 Freunde ein, gehen Sie in die Eisdiele Ihrer Wahl und schenken Sie jedem Ihrer Freunde und sich selbst ein Eis.
Oder laden Sie einen Menschen, den Sie begehren, ein, mit Ihnen Eis essen zu gehen.
Glauben Sie mir: eine Kugel Eis ist weitaus intelligenter, niveauvoller, spannender und erregender als dieses Buch.







Bleibt die Frage, warum Du den Scheiß nicht nur gekauft, sondern auch noch durchgelesen hast. Also: Warum?
Meine Worte :-)
Seite 1-8 aus Neugier
Seite 8-50 in der Hoffnung auf Besserung
Seite 51-600 aus Wut.
Gut beobachtet….
Ich will ein Eis!
Danke für diesen Artikel. Hundert, ein tausendmal besser und unterhaltender geschrieben, als das besprochene Buch.
@Andrea danke sehr. Ich glaube, ich schreibe jetzt auch erotische Literatur.
@Torsten da. Dein Eis: http://diesistkeineuebung.com/wp-content/uploads/2012/07/eis.jpg
[...] Also das beste an dem Buch fand ich diese Kritik hier und oute mich somit auch…. ich fand es gähnend langweilig….. Das Buch war nicht ihm und nicht [...]
Also das war die Beste Kritik die ich je gelesen habe… , meine Freundin hat mir dieses Buch empfohlen und ich war mir nicht sich er ob ich es Lesen soll ,da ich so viele verschiedene Meinungen darüber gehört habe ….Also ich glaube ich lese es nicht
Man kann sich aber auch dazu entschliessen, im Leben eigene Meinungen zu schaffen…?
Hey Kollege Schnürschuh! Grey heißt Christian und nicht Alexander ;-)
ab diesen Zeilen konnte ich die ganze Rezession nicht mehr ernst nehmen …. peinlich peinlich!
Ich quäle mich derzeit durch dieses Buch (erster Band) und kann Andrea nur zustimmen: diese Rezension ist tausendmal besser geschrieben als das Buch (selbst auf englisch absoluter Schwachsinn – die Ausdrücke auch nicht besser als im Deutschen, wobei “nipple” noch wenigstens etwas ansprechender ist als “Brustwarze”).
Da ich es aber aus “beruflichen” Gründen (ich verkaufe Sexspielzeug) lesen soll (z.B. um bei Kunden mitreden zu können), werde ich wohl alle drei Bände durchwürgen müssen – und mir graut wirklich davor. Dank dieser Rezension werde ich aber sicher ein paar Lacher mehr beim Lesen haben, da ich wohl mehr auf die Unstimmigkeiten und schlechten, dummen Ausdrücke achten werde und mir so das Lesen der Bücher durchaus erleichtern kann. DANKE!!!
Abgesehen vom spritzigen Schreibstil ist dies die inhaltlich schlechteste Rezession, die ich je gelesen habe. Peinlich schon mal die Tatsache, dass der Protagonist falsch benennt wird (irgendwann wurde der Lapsus dann doch noch bemerkt). Auch wenn das Buch zugegebenermassen nicht die hochstehendste Literatur ist, ist es zügig geschrieben und dies auf eine recht amüsante Art und Weise. Für Brustwarze gibt es auch nicht sonderlich viele anmachende Begriffe – im Deutschen das Wort Nippel zu benutzen finde ich noch schrecklicher. Vielleicht erfinden sie ja ein neues Wort und revolutionieren die Erotik-Buch-Szene?
Ich kann auch versichern, dass der Lesefluss bei Band 2 und 3 eher abnimmt, aber die Komplexität des Protagonisten Christian Grey von psychologischer Sicht aus sehr interessant konstruiert wurde.
Alles in Allem frage ich mich ob das Buch nur quer gelesen worden ist und die prüde Ader dem Inhalt des Buches schon feindlich vorbelastet war… oder ob die eigene sexuelle Frustration vielleicht überwiegt und etwas Eifersucht über die belustigenden Erfahrungen der Ana Steele zwischen den Zeilen mitschwingt…
Auf jeden Fall kann mit Kritik nicht umgegangen werden, sonst wären mehr der Replys zurück-kommentiert worden.
Was mich zum Fazit bringt: immer erst vor der eigenen Haustüre kehren und den eigenen Rasen mähen. Muh. Over. Out.